|
Literaturliste Unentbehrliche Medikamente
1)Berurteilungskriterien für die Arzneimittelauswahl 2) Erläuterungen der einzelnen unentbehrlichen Arzneistoffe
3)Zeitschriften zum Thema "Unentbehrliche Arzneimittel" 4) Pharmaindustrie und Dritte Welt 5)Sonstiges
1) Berurteilungskriterien für die Arzneimittelauswahl
WHO Essential Drug List In Englisch:"The Use of Essential Drugs", WHO Genf, 1997, ISBN 92 4 1208678 Ausführlich wird das Konzept der in dieser 10. Auflage gelisteten 300
unentbehrlichen Medikamente erläutert. Neuauflage ca. alle 2 Jahre, im Buchhandel erhältlich über den Govi Verlag. Standardliteratur für jeden Arzneimittelhelfer ! Diese Liste ist
in verschiedenen Sprachen - auch in Russisch - erhältlich.
Im Dezember 1999 erschien die 11. Auflage, abrufbar unter: http://www.who.int/medicines/edl.html In Deutsch:
"Unentbehrliche Arzneimittel", BUKO 1993, ISBN 3 928879 11 1. Originalübersetzung der 7. Auflage der WHO-Essential-Drug-List
National:
Über 150 verschiedene Länder entwickelten jeweils eine "National Essential Drug List". Viele davon sind bei der WHO einsehbar, eine
Sammlung der wichtigsten Listen ist in der AMH des DIFÄM in Tübingen im Aufbau.
Für Deutschland: "Kieler Liste",
die deutsche Positivliste mit Empfehlungen zum Arzneimittelgebrauch. Erhältlich für DM 13.- bei Verbraucher-Zentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg
Pharmazeutische Nachschlagewerke: Englisch:"Martindale, The Extra Pharmacopoeia", The Pharmaceutical Press London, ISBN 0-85369219-6. Sehr gut, aber sehr teuer (DM 398.-) - für
Krankenhäuser in Übersee sind Einzelexemplare der vorhergehenden Ausgabe kostenlos erhältlich bei der DIFÄM-AMH
Deutsch: "Arzneimittelkursbuch AKB 99/2000", AVI Berlin 1999, ISBN 3-921-1687-27-6 Neuauflage ca. alle 2 Jahre ( DM 198.-). erhältlich bei: Arzneimittel-Telegramm, Bergstr. 38A, Wasserturm, 12169 Berlin. Sehr gute kritische Bewertung aller im deutschen Sprachraum erhältlichen Medikamente
2) Erläuterungen der einzelnen unentbehrlichen Arzneistoffe
"Essential Drugs - Practical Guidelines" (MSF 1993, Hatier Vlg. Paris, ISBN 2-218-02651-1) Eine sehr gute übersichtliche Beschreibung der
unentbehrlichen Arzneistoffe, mit detaillierten Angaben zu Dosierung, Indikation, Kontraindikation, Warnhinweisen, Lagerbedingungen etc. Es beinhaltet auch
eine Klassifizierung entsprechend der jeweiligen Gesundheitseinrichtung (z.B. Health Post, Health Clinic, District Hospital).
Erhältlich auch in Französisch und Spanisch
"Manual for Rural Health Workers - Diagnosis and Treatment with Essential Drugs" Ein kleines, aber wichtiges Manual mit den Untertiteln:
Primary Health Care und Essential Drugs, Krankheitsvorsorge, Therapiehinweise. Hrsg. Heymans Foundation, Gent, A.F. De Schaepdryver, ed., Belgien, 1991
"Guidelines to rational drug use" (Hrsg.: Fr. von Massow und R.Korte i.A. GTZ, AMREF, TALC) Ein gutes Handbuch mit ausführlichen
Detailinformationen zur rationalen erschreibung der wichtigsten Arzneimittel. Verlaug: MACMILLAN EDUCATION LTD, London, ISBN 0-333-69922-X, 1997, englisch
3) Zeitschriften zum Thema "Unentbehrliche Arzneimittel"
"Essential Drugs Monitor" Berichtet über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu einzelnen unentbehrlichen Arzneimitteln, rationellem
Arzneimittelgebrauch, nationaler Arzneimittelpolitik, gibt viele gute Literaturhinweise - in Englisch, Französisch, Spanisch und in Russisch kosenlos
abonnierbar bei: WHO- Drug Action Program, CH-1211 Geneva 22
"WHO Drug Information" Informiert über aktuelle pharmazeutische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich rationalem Einsatz
von Arzneimitteln, Therapieempfehlungen zu den wichtigsten Krankheiten und Informationen über Entscheidungen der Zulassungsbehörden aus allen Ländern der
Dritten Welt.
Erscheint 4x
jährlich in Englisch, ist abonnierbar gegen Gebühr bei: Distribution and Sales, WHO, CH-1211 Geneva 27
4 ) Pharmaindustrie und Dritte Welt
"Von sinnvoll bis gefährlich - Deutsche Arzneimittel in der Dritten Welt"
Ergebnisanalyse einer Studie, die alle von deutschen Firmen in Ländern der Dritten Welt angebotenen Medikamente untersuchte. Hrsg. BUKO Pharma-Kampgagne/ Gesundheit und Dritte Welt e.V., Bielefeld, Bezug: BUKO Pharma -
Kampagne, 33602 Bielefeld, August- Bebel- Str. 62, 1999, Preis DM: 7.-
"Daten und Fakten - Deutsche Arzneimittel in der Dritten Welt" Enthält ausführliche Daten oben genannter Studie, erklärt die
Untersuchungsmethode, führt sämtliche untersuchten Präparate mit Bewertung auf. Hrsg. und Bezug siehe oben, Bielefeld 1999, Preis DM 20.-
"Arzneimittelversorgung in der Dritten Welt" Positionspapier der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) und des Verbandes
Forschender Arzneimittelhersteller (VfA), erschienen 1999 in Deutsch und Englisch, erhältlich bei: Gemeinsame Konferenz Kirch und Entwicklung (GKKE),
Evangelische Geschäftsstelle Adenauerallee 37, 53113 Bonn
"Problem Drugs" Dieses Informationspaket enthält gut dokumentierte und aktuelle Informationsblätter über Medikamentengruppen wie Mittel gegen Durchfälle, Antibiotika, Schmerzmittel, Hustenmedikamente, Verhütungsmittel und viele andere mehr. Auch in russischer Sprache verfügbar.
Hrsg. A
Chetley, 1993, HAI-BUKO, ISBN 90-74006-06-x, DM 30.-, erhältlich bei BUKO-Bielefeld s.o. Bei der BUKO - Pharma - Kampagne ist eine ausführliche Materialliste
zu diesem Thema abrufbar.
"Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern" Medizinisches Handeln aus bevölkerungsbezogener Perspektive. Ein umfassendes Handbuch
basierend auf praktischen Erfahrungen in der medizinischen Entwicklungszusammenarbeit der vier Autoren, überwiegend Mitarbeiter der Abtl. Tropenhygiene des
Uniklinikums Heidelberg. Ausführliche Behandlung der Arzneimittelproblematik.
Hrsg.
Diesfeld/ Falkenhorst/ Razum / Hampel, 1996, Springer Vlg, ISBN 3-540-61156-8
Die neue WEBsite der WHO/Essential Drugs and Medicines Policy (EDM): http://www.who.int/medicines/ „Information"> „EDM Documentation and Information Resource Centre"
> Publications > „WHO Publications Catalogue 1991-1999"
ALLE WHO MATERIALIEN SIND IN DEUTSCHLAND ERHÄLTLICH BEI:
Govi Verlag GmbH, Ginnheimerstr. 20, 65728 Eschborn
Buchhandlung Alexander Horn, Kirchgasse 22, 65185 Wiesbaden
UNO Verlag GmbH, Poppelsdorfer Allee 55, 53115 Bonn
5 ) Sonstiges
DIFÄM entwickelte drei kleine farbige Faltblätter, um die Leitlinien verschiedenen Zielgruppen zu erläutern mit folgenden Titeln:
a) Arzneimittel spenden - aber wie? - Ein Ratgeber für Aktionsgruppen b) Arzneimittel spenden? Ein Ratgeber für Privathaushalte
c) Arzneimittel spenden? Ein Ratgeber für Ärztinnen und Ärzte
Diese Faltblätter können neben anderem Material zum Thema in pdf-Format heruntergeladen oder im Original bestellt werden bei: www.difaem.de/amh_media.htm. Ein buntes Leporello (120 x 26 cm) mit dem Titel "Guidelines for drug
donations - a bridge to health" ist ebenfalls bei DIFÄM kostenlos erhältlich in Englischer und Spanischer Sprache. Interessiert? Dann schreiben Sie ein
E-mail an: amh@difaem.de.
* Rationeller Arzneimittelgebrauch "Rational Use of Drugs" Unter diesem Titel erschien die Nr. 139 der CMC - Zeitschrift "Contact" im Jahre 1994.
Erläutert wird das Konzept des rationellen Arzneimittelgebrauchs mit Beispielen und Literaturangaben. Eingeheftet sind hier auch die "Guidelines on
Equipment Donations". Erhältlich in verschiedenen Sprachen bei: CMC, Churches Action for Health, P.O.Box 2100, CH- 2100 Geneva 2
Internationales Netzwerk für Rationalem Arzneimittelgebrauch Website: http://www.msh.org/inrud
* Diarrhoe bei Kindern "The Rational Use of Drugs in Management of Acute Diarrhoea in Children" Dieses wichtige Thema wird in einer separaten WHO-Broschüre behandelt und ist erhältlich bei der WHO in Genf (Adresse siehe oben) oder via Buchhandel unter ISBN 92-415 61 424
* Preisvergleich "Price Indicator on International Low-Price-Sources for Essential Drugs" Diese 5. Auflage stellt 9 internationale Anbieter einander gegenüber und wagt einen Preisvergleich - als
Übersicht wichtig, für konkrete Arbeit nicht ausreichend, da aktuelle Preislisten stets zugrundegelegt werden müssen. Herausgeber: Medico International, 1994.
ISBN 3-923363-17-6 Medico International, Obermainanlage 7, 60314 Frankfurt
"International Drug Price Indicator Guide" Preisgegenüberstellung von 12 Anbietern aus 4 Kontinenten.
Dreisprachig (E,F,S), erscheint jährlich bei: MSH, Management Sciences for Health, im Internet verfügbar über die Website von „Manager's Electronic Resource
Center's (ERC): http://erc.msh.org
* Einrichtung und Organisation einer Apotheke "How to manage a Health Centre Store" erhältlich bei AHRTAG, Adr. s.oben
" How to estimate warehouse space for drugs" Ausführliche Dokumentation zur Einrichtung eines Arzneimittellagers - von baulichen Hinweisen bis hin zu Lagerbedingungen der einzelnen "unentbehrlichen Medikamente" erhältlich bei WHO-DAP unter Dokument Nr. 93,3
" Management of Drug Purchasing, Storage and Distribution"
Ein kleines Heft mit vielen praktischen Tips. Hrsg. Gerd Dörner, German Pharma Health Fund e.V., Editor Cantor Vlg, 1992, ISBN 3-87193-129-2
* Verpackungstips " Low Cost Medicine Packing"
Das Konzept der "unentbehrlichen Arzneimittel" basiert auf Großpackungen. Wie kann in einer kleinen Krankenstation vor Ort die Abgabe an den Patienten erfolgen? Die Broschüre gibt wertvolle Tips.
Erhältlich bei AHRTAG: Appropriate Health Resource & Technology Action Group Ltd., Farringdon Point, GB- 29-35 Farringdon Road,
London EC1M 3JB ISBN 0-90732018 - x
* Equipment "Essential Equipment for District Health Facilities in Developing Countries"
Welche Geräte, welches Verbrauchsmaterial ist nötig für ein Health Post, Health Centre oder District Hospital? Erschienen 1994 bei GTZ, Abteilung Gesundheit, Postfach 5180, 65726 Eschborn
"Emergency Relief Items" In diesem
Handbuch sind die für die erste medizinische Versorgung in einem Katastrophenfall notwendigen Artikel exakt spezifiziert mit Angabe von Gewicht und Volumen.
Entwickelt wurde dieser erste Katalog von der WHO gemeinsam mit UNDP/IAPSO, UNHCR, UNICEF, IRC und MSF.
Eine "Essential Drug List for Emergencies" und die "Guidelines for Drug Donations" sind angefügt. Hrsg im Sept. 1996:
UNDP/IAPSO, Midtermolen 3, DK-2100 Copenhagen, Fax: (45) 35 46 70 00 (US$ 60)
"The New Emergency Health Kit"
Diese Broschüre beschreibt ausführlich das mit internationalen Organisationen gemeinsam entwickelte "Kit" mit unentbehrlichen Medikamenten und
essentiellen medizinischen Verbrauchsmaterialien vor allem für den Einsatz in Katastrophenfällen.
Im Anhang werden Behandlungsschemata für die im Basisset enthaltenen Medikamente angegeben. Erhältlich bei WHO-Drug Action Program (Adr.s.oben) als Dokument
DAP-90,1
* Arzneimittelspenden "Leitlinien für Arzneimittelspenden"
1999 als zweite Auflage durch die WHO veröffentlicht, unterzeichnet von 15 Dachorganisationen humanitärer
Hilfe. Deutschsprachige Broschüre erläutert die Problematik von Arzneimittelspenden und gibt Tips für eine empfängerorientierte sinnvolle Arzneimittelhilfe.
Erhältlich bei DIFÄM-AMH, Adresse siehe unten oder unter: http://www.drugdonations.org/de/index.html.
Originaltext der Guidelines for Drug Donations abrufbar unter:http://www.drugdonations.org
* Gerätespenden "Leitlinien für Gerätespenden" Herausgegeben 1999 von Misereor, FAKT und dem Evangelischen Missionswerk. Erhältlich bei: FAKT, Fördergesellschaft für
Angepaßte Technologie, Gänsheidestr. 43, 70184 Stuttgart oder über internet, Adr. siehe oben bei Arzneimittelspenden.
Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Anregungen für die Aufnahmeweiterer wichtiger Publikationen zum Thema werden gerne angenommen.
Albert Petersen, DIFÄM (Deutsches Institut
für Ärztliche Mission) - Arzneimittelhilfe,Paul- Lechler- Str. 24, 72076 Tübingen, Fax 07071 / 27125
E-mail: AMH@cityinfonetz.de 2/2000
Die 1959 gegründete Arzneimittelhilfe des DIFÄM verfolgt drei Ziele:
- Beratung, Beschaffung und Versand von Basismedikamenten und Equipment in mehr als 80 Länder.
- Beratung und Durchführung von Projekten zur Förderung lokaler Herstellung von Arzneimitteln.
- Bewusstseinsbildende Maßnahmen:
Leitlinien für Arzneimittelspenden, Programm der WHO zu unentbehrlichen Arzneimitteln und rationalem Gebrauch von Arzneimitteln.
FÖRDERN AUCH SIE DIESE ARBEIT: a) finanziell: Ev.Kreditgen.Stgt BLZ 600 606 06 Kto 406 660 b)
informell: Wanderausstellung + Infotisch in Ihrer Mensa? c) Projekt für Ihre Fachschaftsfete...?
|