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Bedarfsliste
Damit eine Sachspende den Wünschen des Empfängers entspricht, ist eine exakte Bedarfsliste nötig. Bei Arzneimittelwünschen hat diese zu enthalten:
1. Bezeichnung des Medikaments Hier ist der Arzneistoff anzugeben in generischer Form
, also nicht ein handelsüblicher Markenname. Denn der generische Arzneistoffname ist international gleich, also überall bekannt, während sich Handelsnamen immer nur auf einen Hersteller und ein Herstellerland beziehen.
Der Arzneistoffname sollte in der nationalen Medikamentenliste des Empfängerlandes aufgeführt sein, wenn nicht, in der Liste der unentbehrlichen Arzneistoffe gemäß Weltgesundheitsorganisation. Dieses
ist auf der Bedarfsliste zu bestätigen und Ausnahmen zu begründen.
2. Darreichungsform
Viele Arzneistoffe werden gleichzeitig als Tablette, als Sirup für Kinder, Ampulle oder als Salbe angeboten. Deshalb reicht der Name des Arzneistoffes allein nicht aus.
Die Station benötigt vielleicht den Sirup für Kleinkinder – erhält aber Ampullen, die nur ein Arzt verabreichen darf, der aber im Projekt gar nicht vorhanden ist...
3. Stärke / Einheit
Die Angabe der Stärke pro Darreichungsform ist unbedingt hinzuzufügen um das gewünschte Präparat richtig identifizieren zu können.
4. Mengenangabe
Der Spender ist in der Regel nicht in der Lage, von sich aus eine dem Verbrauch und Priorität entsprechende Menge für jedes einzelne Präparat festzulegen. Deshalb sollte die Bedarfsliste eine exakte
Mengenangabe (Anzahl der Packungen + Stückzahl pro Packung) pro Verbrauchs-Zeitraum aufführen.
5. Verantwortlichkeit
Wer ist im Empfängerland für die Annahme, Lagerung und Abgabe verantwortlich?
Ist ein Pharmazeut oder Arzt involviert? Vor allem bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln muss sichergestellt sein, dass die Verwendung nur durch Fachpersonal erfolgt.
Beispiel 10 x 1000 Tabletten Amoxicillin 250 mg / 3 Monate
entspricht der Nationalen Arzneimittelliste von Tansania
Diese Anforderungen entsprechen den „Leitlinien für Arzneimittelspenden“. Alle sollten versuchen, sie einzuhalten um die Effektivität von Arzneimittelspenden zu erhöhen.
DIFÄM-Arzneimittelhilfe, Paul-Lechler-Str. 24, 72076 Tübingen
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