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Kapitel 1 - Arzneimittelspenden - hilfreich oder problematisch?
Kaum eine
Katastrophe in der Welt, kaum ein Bericht über ein Krankenhaus oder ein Gesundheitsprojekt in der Entwicklungszusammenarbeit, ohne daß auf Mangel an
Arzneimitteln hingewiesen wird.
Medikamente
spielen in der Tat eine wichtige Rolle in der Krankenbehandlung, das hat fast jeder Mensch schon am eigenen Leib erfahren. Arzneimittelhilfe kann daher auch
ein wichtiger Teil humanitärer Hilfe sein, sei es in Katastrophensituationen, sei es in der medizinischen Zusammenarbeit mit Ländern ohne ausreichende
Versorgung mit Arzneimitteln. So hatten nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende der 80er Jahre 1,3 bis 2,5 Milliarden Menschen in
Entwicklungsländern keinen regelmäßigen Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln. Zunehmend kritisch ist die Situation auch in Ländern des ehemaligen Ostblocks.
In
Deutschland sind wir immer noch so reichlich versorgt, daß der Überschuß entsorgt werden muß. Oft wird so großzügig verschrieben, daß von Patienten nicht
gebrauchte oder gar nicht erst eingenommene Medikamente im Müll landen. Ärztemuster finden häufig keine Verwendung. Überschußproduktionen der Industrie müssen
entsorgt werden. Warum also diese Arzneimittel nicht als Spende dorthin schicken, wo Mangel herrscht?
Die
Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, daß Arzneimittelspenden für den Empfänger oft keine Hilfe sind, sondern eher Probleme verursachen. Dies trifft
besonders für ungezielte Arzneimittel-Sammelaktionen zu. Aber auch Spenden, die aus Industriebeständen stammen, können problematisch sein.
Daß
Spenden nicht den gewünschten Zweck erfüllen, hat häufig folgende Ursachen:
- der Spender ist zwar um echte Hilfe
bemüht und engagiert sich in allerbester Absicht, ist aber mit der Situation im Empfängerland nicht oder nicht ausreichend vertraut.
- es wird außer acht gelassen, daß
Arzneimittelhilfe fundierte Kenntnisse sowohl im medizinischen als auch im pharmazeutischen Bereich erfordert.
- Spender und Empfänger verständigen
sich unzureichend über die im Empfängerland benötigten Arzneimittel und über organisatorische Fragen.
- die Spende dient vor allem dazu,
ein Entsorgungsproblem im Geberland zu lösen.
Eine
kritische Einstellung zu Arzneimittelspenden hat auch mit neuen Konzepten im Gesundheitsbereich zu tun, die seit den siebziger Jahren kontinuierlich
weiterentwickelt werden. Hier ist vor allem das Konzept der unentbehrlichen Arzneimittel (essential drugs) der Weltgesundheitsorganisation WHO zu nennen (Siehe
Anhang 1).
Um
Spendern eine Orientierungshilfe anzubieten, wurden bereits 1988 von der Christian Medical Commission in Genf entsprechende Richtlinien entwickelt. Diese
bilden die Grundlage für die im Mai 1996 von der WHO gemeinsam mit den wichtigsten humanitären Dachorganisationen herausgegebenen Leitlinien für
Arzneimittelspenden (Guidelines for Drug Donations).
Demnach ist bei der Arzneimittelhilfe ausschlaggebend, daß
- der Empfänger einen größtmöglichen Nutzen hat,
- der Empfänger und sein Konzept respektiert werden,
- bei der Qualität keine Kompromisse eingegangen werden,
- zwischen Spender und Empfänger ausreichender
- Informationsaustausch stattfindet.
Jeder,
der mit Arzneimittelspenden zu tun hat, sollte sich gründlich mit diesen Leitlinien beschäftigen und prüfen, ob seine Spendenpraxis damit vereinbar ist.
Angesprochen sind, um einige Beispiele zu nennen:
- Privatpersonen, die vielleicht auf
einer Reise eine Gesundheitsstation besucht haben und diese unterstützen wollen;
- Solidaritäts- und
Partnerschaftsgruppen, Organisationen und Verbände, die sich für Gesundheitsprojekte einsetzen;
- pharmazeutische Firmen, die nicht
verkaufte Überschüsse als Spende liefern möchten;
- Angestellte in Apotheken, die
Arzneimittel aus Haushalten zur Entsorgung annehmen.
Die
Leitlinien machen deutlich, daß Arzneimittelhilfe höchste Sorgfalt erfordert und daß bestimmte Mindestanforderungen eingehalten werden müssen, wenn sie den
Betroffenen wirklich nützen soll.
Im
folgenden einige Beispiele, wie mit Arzneimittelhilfe nicht umgegangen werden soll:
Beispiel 1
Das
frühere Jugoslawien wurde reichlich mit Arzneimittelspenden bedacht. Von den 1994 erhaltenen Medikamenten waren aber 15% überhaupt nicht zu gebrauchen und 30%
entsprachen nicht dem dortigen Bedarf. Bis Ende 1995 hatten sich in Mostar 340 Tonnen unbrauchbare und verfallene Arzneimittel angesammelt. Die meisten davon
stammten aus Deutschland und Italien.
Beispiel 2
Acht
Tonnen Medikamente wurden 1993 nach Guinea Bissau geschickt - 1714 verschiedene, in Apotheken gesammelte Präparate. Die Packungen enthielten zwischen 1 und 100
Tabletten. Die Medikamente entsprachen nicht den dortigen Bedürfnissen und wirkten zudem den Anstrengungen der Regierung entgegen, den Arzneimittelgebrauch in
vernünftige Bahnen zu lenken. Das Aussortieren war äußerst mühsam und nahm daher kostbare Zeit des Personals in Anspruch.
Beispiel 3
Beim
Besuch einer Krankenstation im ländlichen Afrika findet sich neben wichtigen, mit dem international verständlichen generischen Namen (Siehe Anhang 1)
beschrifteten Basismedikamenten ein Mischmasch von bunten Packungen deutscher Markenpräparate - offensichtlich eine Spende. Auf die Frage, wer diese
Medikamente geschickt hat, antwortet die einheimische Krankenschwester: "They just came - die sind einfach so angekommen". Die Frage, was denn nun
damit passieren soll, wird nur mit einem Schulterzucken beantwortet.
Kapitel 2 - Leitlinien für Arzneimittelspenden
Nachfolgend
sind die zwölf Kernsätze der von der WHO herausgegebenen Leitlinien aufgeführt. Sie sind ergänzt durch Erläuterungen und Beispiele aus der Praxis.
Bedarfsgerechte Arzneimittel
1.
Arzneimittel sollen nur aufgrund eines ausdrücklich festgelegten Bedarfs gespendet werden. Die Arzneimittel müssen für die Behandlung der Krankheiten, die im
Bestimmungsland vorherrschen, geeignet sein. Sie sollten nicht ohne vorherige Zustimmung des Empfängers verschickt werden.
Die
Abstimmung mit dem Empfänger über die Art der benötigten Medikamente ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Arzneimittelspenden.
So sind
beispielsweise viele Länder in Afrika auf Arzneimittelhilfe angewiesen. Unter den dort vorherrschenden Bedingungen erkranken die Menschen am häufigsten an
- Malaria;
- akuten, bedrohlichen
Atemwegserkrankungen wie z.B. Lungenentzündung
- Durchfallserkrankungen
- tropischen Augen- und Hauterkrankungen.
Viele der
bei uns verordneten oder frei verkäuflichen Mittel dienen dagegen der Behandlung von sogenannten Zivilisationkrankheiten: koronare Herzkrankheiten,
Durchblutungsstörungen, Diabetes, Bluthochdruck, um nur die wichtigsten zu nennen. Die in Deutschland am häufigsten verschriebenen Medikamente sind gegen
Schmerzen und Rheuma, gegen Husten und gegen hohen Blutdruck. Solche Mittel finden dann in einer Vielzahl von verschiedenen Markenpräparaten ihren Weg in die
Spendensammlungen.
Der
Vergleich soll deutlich machen, daß dort, wo Spenden gebraucht werden - sei es aufgrund von Armut, aufgrund von Katastrophen oder anderen Notlagen - ganz
andere Krankheitsbilder vorherrschen als bei uns. Demzufolge ist auch ein Großteil der bei uns gängigen Medikamente für den Gebrauch in den jeweiligen
Empfängerländern ungeeignet.
Auch
Spenden aus der Überschußproduktion der pharmazeutischen Industrie setzen sich aus dem zusammen, was gerade angeboten werden kann, und sind in der Regel nicht
am eigentlichen Bedarf orientiert.
Dr.J.Jagwe, Gesundheitsministerium in Uganda, 1989:
"Ich
möchte vorschlagen, daß mögliche Spender sich nach den zehn häufigsten Krankheits- und Todesursachen im Empfängerland erkundigen. Wenn der größte Teil der
Arzneimittelspenden dafür zu gebrauchen wäre, dann würden nicht so viele exotische, nicht brauchbare Medikamente in den Regalen der Apotheken herumliegen, wie
ich das oft beobachtet habe".
Nationale Arzneimittelliste respektieren
2.
Alle Arzneimittel (oder die entsprechenden Generika (Siehe Anhang 1)), die gespendet werden, müssen im Empfängerland zugelassen und in der nationalen Liste
unentbehrlicher (essentieller) Arzneimittel des betreffenden Landes enthalten sein. Falls es keine nationale Arzneimittelliste gibt, sollten sie in der
Modelliste unentbehrlicher Arzneimittel der Weltgesundheits-organisation (WHO) enthalten sein, es sei denn der Empfänger hätte ausdrücklich und begründet um
andere Arzneimittel gebeten.
Die von
der WHO oder in den einzelnen Ländern ausgearbeiteten Listen bieten einen wichtigen Rahmen für eine sinnvolle Arzneimittelhilfe und sollen von Spendern
unbedingt respektiert werden. Es handelt sich hier in der Regel um bewährte Präparate, die für die Behandlung der Krankheiten in dem jeweiligen Land wichtig
sind, und zu deren Wirkung und Nebenwirkungen ausreichende Erfahrungen vorliegen.
Nebenwirkungen
stellen sich häufig erst nach breiter Anwendung eines Medikamentes heraus. Spendenaktionen stützen sich vielfach auf Ärztemuster und auf Überschüsse der
pharmazeutischen Industrie. Hierbei fallen aber gerade solche
Präparate
an, die bei uns relativ neu auf dem Markt und noch wenig erprobt sind. Als Spende sind sie daher nicht geeignet.
Anmerkung:
Bei der DIFÄM-Arzneimittelhilfe (Paul-Lechler-Str.24, 72076 Tübingen, Tel. 07071-206531) ist eine Sammlung der Nationalen Arzneimittellisten von
Hauptempfängerländern im Aufbau.
Die
7.Auflage (1992) der WHO-Liste unentbehrlicher Arzneimittel ist in deutscher Sprache erhältlich bei BUKO Pharmakampagne (August-Bebel-Str.62, 33602 Bielefeld,
Tel. 0521-60550)
Die
momentan gültige 8.Auflage (1995) der WHO-Liste unentbehrlicher Arzneimittel (Technical Report Series No.850) ist in englischer Sprache erhältlich z.B. über
Govi-Verlag, Ginnheimerstr.26, 65728 Eschborn.
Gleichbleibende Zusammensetzung
3.
Gespendete Arzneimittel sollten in Darreichungsform, Stärke und Zusammensetzung den Arzneimitteln möglichst ähnlich sein, die üblicherweise im Bestimmungsland
verwendet werden. (Siehe Anhang 1)
Eine
Vielfalt von verschiedenen Präparaten, selbst wenn sie den gleichen Wirkstoff enthalten, stiftet Verwirrung. Das auf den verschiedenen Ebenen der
Gesundheitsversorgung arbeitende Personal ist in der Anwendung einer begrenzten Zahl von Arzneimitteln bestimmter Stärke ausgebildet worden. Oft sind
entsprechende Dosierungsanleitungen entwickelt worden.
Bei
Präparaten unterschiedlicher Stärke, wie sie für Spendensammlungen typisch sind, müßte die Dosierung jeweils entsprechend angepaßt werden. Derartige
Berechnungen sind zeitaufwendig, und das lokale Personal in Gesundheitsstationen hat oft nicht die notwendige, spezialisierte Ausbildung, um sie durchzuführen.
Qualitätsnachweis
4.
Alle Arzneimittelspenden müssen aus einer zuverlässigen Quelle stammen und sowohl den Qualitätsanforderungen des Empfänger- als auch des Geberlandes
entsprechen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die Anwendung des WHO-Zertifi-kationssystems.
Die
Empfängerländer von Arzneimittelspenden haben häufig noch kein ausreichendes Qualitätskontrollsystem aufbauen können. Um solchen Ländern Hilfestellung zu
leisten, wurde von der WHO ein sog. Zertifikationssystem entwickelt.
Importeure
von Arzneimitteln haben damit u.a. die Möglichkeit, eine behördliche Bestätigung zu verlangen, daß das entsprechende Medikament auch im exportierenden Land
zugelassen ist, und daß genau definierte Qualitätsstandards beim Herstellungsprozeß eingehalten werden.
Ein
weiterer Qualitätsaspekt bei Medikamenten ist das Verfalldatum, auf das später eingegangen wird.
Entsorgung - wo?
5.
Medikamente, die schon einmal an Patienten abgegeben und dann an Apotheken oder andere Sammelstellen zurückgegeben wurden, dürfen nicht als Arzneimittelspenden
verwendet werden. Das gleiche gilt für Ärztemuster.
Genau das, was hier ausgeschlossen wird, ist aber gängige Praxis.
Für die
Entsorgung von Medikamenten gibt es in Deutschland noch keine bundeseinheitliche Regelung. Nicht gebrauchte Medikamente eines Patienten dürfen aber nicht an
andere Patienten weitergegeben werden, auch wenn sie überhaupt noch nicht angebrochen sind. Oft werden sie zur ordnungsgemäßen Entsorgung an Apotheken
zurückgegeben. Auch große Mengen von Ärztemustern fallen zur Entsorgung an.
Verständlicherweise
sträubt sich jeder dagegen, komplette Packungen einfach zu vernichten. Das Wissen um den Mangel in anderen Ländern führt dann schnell zu Sammelaktionen mit dem
Ergebnis, daß ein buntes Sammelsurium verschiedener Präparate auf den Weg geschickt wird.
Für den Empfänger sieht das dann so aus:
- wertvolle Arbeitszeit von Personal
muß darauf verwendet werden, um in mühsamer Kleinarbeit oft Hunderte von Packungen zu sortieren
- die deutschen Beschriftungen und
Erklärungen sind nicht verständlich, was die Identifikation erschwert oder unmöglich macht
- die Kleinpackungen sind für eine
Langzeittherapie nicht ausreichend, beim nächsten Mal bekommt der Patient ein anderes Präparat, das stiftet Verwirrung
- es ist durchaus keine Ausnahme, daß
bereits angebrochene Packungen bei den Sammlungen mitgeschickt werden - darauf reagieren die Menschen verständlicherweise sehr empfindlich und fühlen sich
als Müllkippe mißbraucht.
Oft
blockieren solche Sendungen den Platz in den Regalen, bis schließlich jemand die Entscheidung trifft, sie zu entsorgen, d.h. in der Regel zu verbrennen oder zu
vergraben - was eigentlich bei uns hätte passieren müssen. Im schlimmsten Fall können die Mittel aber auch auf dem Schwarzmarkt landen, von Händlern verkauft
und dann von Laien unsachgemäß eingesetzt werden - das kann fatale Folgen haben.
Nicht zu
vergessen: Entsorgungsaktionen größerer Mengen von Arzneimitteln sind zeitaufwendig und vor allem kostspielig - nicht nur bei uns. Es muß erst eine
entsprechende Genehmigung eingeholt werden, Transport organisiert und von den ohnehin knappen finanziellen Mitteln bezahlt werden, wertvolle Arbeitszeit geht
verloren
Ein Jahr Haltbarkeit
6.
Nach Eintreffen im Empfängerland sollten gespendete Arzneimittel noch eine Laufzeit von mindestens einem Jahr haben.
Empfänger
müssen häufig feststellen, daß bei der Ankunft von Spendensendungen das Verfalldatum der Arzneimittel bereits überschritten ist, oder daß die Zeit bis zum
Verfall nicht ausreicht, um sie noch über ein reguläres Verteilungssystem an die Verbrauchsstellen zu bringen.
Zudem
herrscht in vielen Empfängerländern ein feuchtheißes Klima, was für die Haltbarkeit von Medikamenten nicht gerade förderlich ist. Schon deshalb sollte
sorgfältig auf das Verfalldatum geachtet werden.
Auch
werden zunehmend verfallene Medikamente von den Grenzbehörden zurückgewiesen, z.B. in Tansania, Uganda, Rußland.
Übrigens:
In Deutschland ist heute jede Packung ohne aufgedrucktes Verfalldatum älter als 5 Jahre - und damit ist das Medikament bereits verfallen.
Internationaler (generischer) Name
7.
Arzneimittel müssen in einer Sprache beschriftet sein, die dem Gesundheitspersonal im Empfängerland geläufig ist; jeder Behälter sollte ein Etikett mit den
folgenden Informationen tragen: internationaler Freiname (INN, oder generischer Name), Chargennummer, Darreichungsform, Stärke, Name des Herstellers,
Mengenangabe, Lagerungsvorschriften und Verfalldatum. (Siehe Anhang 1)
Von der
Ausbildung her ist das Gesunheitspersonal in jedem Land mit den international verständlichen, generischen Namen (Siehe Anhang 1) vertraut.
Die
Handelsnamen (Siehe Anhang 1) sind in der Regel nur im Herstellerland geläufig. Welcher Wirkstoff sich dahinter verbirgt, ist auch für speziell geschultes
Personal oft nur mittels entsprechender Nachschlagewerke herauszufinden. Diese sind teuer. Aber selbst wenn sie verfügbar sind, ist der Inhalt nach einigen
Jahren schon wieder überholt.
Bei der
Beschriftung trifft daher besonders zu, was schon mehrmals erwähnt wurde: Vielfalt stiftet Verwirrung - eine Arzneimittelspende darf nicht aus vielen
Einzelpräparaten mit unterschiedlichen Handelsnamen bestehen.
Großpackungen
8.
Arzneimittelspenden sollten möglichst aus Großpackungen und Anstaltspackungen bestehen.
Die bei
uns üblichen sog. Blisterpackungen (Durchdrückpackungen) sind eine aufwendige und damit kostspielige Art der Verpackung von Tabletten oder Dragees. Sie kommen
als Kleinpackungen von 10-100 Tabletten auf den Markt.
Als
Ergebnis von Sammelaktionen werden daher meistens solche Kleinpackungen, entweder einzeln oder gebündelt, verschickt. Dadurch werden Erwartungen geweckt, die
auf die Dauer nicht zu erfüllen sind, denn die Empfänger vor Ort können es sich nicht leisten, Kleinpackungen nachzubestellen.
Zudem
stimmt der Inhalt dieser Packungen in der Regel nicht genau mit der verschriebenen Menge überein - bei uns wandert der Rest meistens in den Müll, was
eigentlich vermieden werden sollte. Erfahrungsberichte aus Ländern, wo Arzneimittel im Verhältnis zum Einkommen der Menschen ein sehr kostspieliges Gut sind,
zeigen, daß solche Restbestände gern nach eigenem Gutdünken bei Verwandten eingesetzt werden - das kann sogar gefährliche Folgen haben.
Demgegenüber haben Großpackungen viele Vorteile:
1. Sie
sind viel preisgünstiger, besonders wenn sie bei speziell für den Bedarf von Entwicklungsländern arbeitenden Niedrigpreisanbietern eingekauft werden.
S.
dazu Beispiel eines Preisvergleichs S... . Adressen von Niedrigpreisanbietern s.S....
2. Es ist einfach, sie in ein übersichtliches Lagersystem einzuordnen.
3. Die
für den jeweiligen Patienten benötigte Menge kann genau entnommen werden.
4. Der
Transport von Großpackungen ist einfacher und billiger, was das Verteilungssystem erheblich vereinfacht.
Beispiel:
1000 Tabletten eines Schmerzmittels in einer Großpackung würden
5 x soviel Raum einnehmen, wenn sie in Blisterpackungen geschickt würden.
Genaue Packlisten
9.
Alle Arzneimittelspenden sollten gemäß internationaler Versandbestimmungen verpackt sein. Es muß eine ausführliche Packliste beigefügt sein, die genaue Angaben
enthält zum Inhalt jedes durchnumerierten Kartons: den internationalen Freinamen (INN), Darreichungsform, Menge, Chargennummer, Verfalldatum, Volumen, Gewicht
und gegebenenfalls besondere Lagerungsvorschriften. Ein einzelnes Packstück sollte nicht mehr als 50kg wiegen. Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit anderen
Waren im gleichen Karton verpackt werden.
Vor allem
in Katastrophensituationen ist eine genaue Auflistung des Inhalts der einzelnen Packstücke unabdingbar, um die Wiederholung einer Situation wie der folgenden
zu verhindern:
5000
Tonnen Arzneimittel und medizinische Hilfsgüter (geschätzter Wert 55 Millionen US Dollar) wurden 1988 für die Erdbebenopfer in Armenien gespendet. 50 Personen
benötigten insgesamt 6 Monate, um herauszufinden, worum es sich bei den Spenden handelte. Die meisten Medikamente waren nur mit dem Handelsnamen beschriftet,
und 8% waren schon bei der Ankunft verfallen.
Nur etwa 30% konnten ohne Mühe identifiziert werden.
Empfänger benachrichtigen
10.
Die Empfänger müssen über alle Arzneimittelspenden unterrichtet werden, die geplant, bereits zusammengestellt oder schon unterwegs sind.
Dadurch
können die Empfänger die Spende in ihre Planung miteinbeziehen, etwa um Doppellieferungen zu vermeiden. Der Transport kann im voraus organisiert werden. Auch
Einfuhrbestimmungen können vorab geklärt werden.
Beispielsweise
muß der Empfänger für bestimmte, starkwirkende Arzneimittel in der Regel eine Einfuhrlizenz vorweisen können.
Realistische Wertangabe
11.
Für die Wertangabe einer Arzneimittelspende sollte im Empfängerland der dortige Großhandelspreis des entsprechenden Generikums zugrundegelegt werden. Wenn
diese Information nicht verfügbar ist, dann sollte der Großhandels-Weltmarktpreis des entsprechenden Generikums zugrundegelegt werden. (Siehe Anhang 1)
Für
manche Geberorganisationen ist es wünschenswert, den Wert ihrer Spenden möglichst hoch anzugeben. Dies trifft speziell für Firmen zu, da sie den Wert der
gespendeten Arzneimittel abschreiben und damit entsprechend Steuern sparen können. Wenn aber der Verkaufspreis des Medikaments in einem westlichen
Industrieland zugrundegelegt wird, dann kann dies bei der Einfuhr im Empfängerland zu unnötig hohen Einfuhrkosten führen. Solche überhöhten Preise liefern
zudem ein verzerrtes Bild davon, welchen Betrag der Empfänger für sein Arzneimittelbudget ansetzen muß.
Transportkosten
12.
Für Transportkosten (international und lokal) sowie die Kosten der Zollabfertigung und einer angemessenen Lagerung sollte die Geberorganisation aufkommen, es
sei denn, es seien vorher anderweitige Absprachen mit dem Empfänger getroffen worden.
Für die
Lagerung im Hafen und für den Transport zu weit entfernten Stationen können erhebliche Kosten anfallen, was Geberorganisationen oft nicht berücksichtigen.
Kapitel 3 - Alternativen zu Arzneimittelsammlungen
Die
geschilderten Probleme mit Arzneimittel-Sachspenden sollen nicht dazu führen, sich gar nicht mehr zu engagieren. Vielmehr sollen sie deutlich machen, daß
solche Spenden äußerst sorgfältig geplant werden müssen und daß außer gutem Willen auch fachliche Kenntnisse und die richtige Einschätzung der Situation im
Empfängerland wichtig sind. Nachfolgend sind Alternativen zur gängigen Spendenpraxis aufgeführt, die sich bewährt haben.
1. Die
sinnvollste Hilfe ist eine Geldspende. Diese kann auf verschiedene Weise eingesetzt werden:
1.1. Der
Spender kauft die Arzneimittel für das Projekt/Krankenhaus bei einem der Niedrigpreisanbieter in Europa. Hierbei lassen sich die vorliegenden Leitlinien
einfach einhalten. Um dies allerdings sicherzustellen und Einzelheiten zu überprüfen, wird die Beratung und regelmäßige Begleitung der Spendenaktivitäten durch
eine Person mit pharmazeutischem Sachverstand empfohlen. Dabei muß eine Mindestkenntnis der im Anhang erläuterten Fachbegriffe und Konzepte vorausgesetzt
werden. Hilfestellung hierfür ist verfügbar, z.B. bei der DIFÄM-Arzneimittelhilfe.
1.2. Dem
Projekt/Krankenhaus wird die Geldspende direkt, aber zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Dies hat den Vorteil, daß organisatorische Aufgaben weitgehend in
den Händen des lokalen Personals bleiben. Dabei sollte dem Projekt, das unterstützt wird, möglichst weitreichende Flexibiliät eingeräumt werden:
- Die benötigten Medikamente können
direkt auf dem einheimischen Markt eingekauft werden, wenn dies preisgünstiger ist. Damit wird auch ein Beitrag zur Unterstützung der lokalen Industrie
geleistet.
- Die benötigten Medikamente werden
bei einem Niedrigpreisanbieter in Europa bestellt, wenn sie vor Ort nicht erhältlich oder unverhältnismäßig teuer sind, wobei allerdings die zusätzlichen
Transportkosten zu berücksichtigen sind.
Eine
bewährte Methode ist die Einrichtung eines Kontos für das jeweilige Projekt bei einem oder mehreren Niedrigpreisanbietern. Die Empfänger können dann anhand der
Preislisten entscheiden, welche Medikamente sie am günstigsten bei welchem Anbieter einkaufen.
1000 Tabletten des Schmerzmittels Paracetamol kosten:
Auf dem deutschen Markt (Großhandelspreis) ca. DM 33.- Bei Niedrigpreisanbietern in Europa (Großpackung) ca. DM 10.- bis DM 17.-
Beim
zentralen Arzneimittelversorgungssystem (Medical Store) in Tansania (Großpackung) umgerechnet: DM 6.95 (Preisangaben 1996)
2. Es
kann auch sinnvoll sein, die lokale pharmazeutische Industrie zu unterstützen, um die Arzneimittel-Produktion vor Ort wieder in Gang zu bringen. Häufig fehlen
Rohstoffe oder Ersatzteile für die Maschinen. Um technische Einzelheiten festzulegen, muß der Spender hier unbedingt Fachkräfte, die Kenntnisse in der
Arzneimittelherstellung haben, zu Rate ziehen. Hilfsorganisationen haben in einzelnen Fällen mit dieser Art der Unterstützung gute Erfahrungen gemacht.
3. Für
Katastrophensituationen wurde von der WHO in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen das Emergency Health Kit entwickelt. Dabei handelt es sich um eine
Grundausstattung mit Arzneimitteln, medizinischen Instrumenten und Verbrauchsmaterial. Die Mengen sind aus Erfahrungswerten so berechnet, daß damit etwa 10.000
Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden können. Das Kit setzt sich aus insgesamt 24 Packeinheiten zusammen, wobei die einzelnen Packeinheiten
eine Verteilung auf verschiedene Verbrauchsstellen erlauben.
Das
Emergency Health Kit ist besonders hilfreich, wenn keine spezifische Anfrage vorliegt, aber die Zeit drängt. Es ist bei mehreren Lieferfirmen ständig
abrufbereit auf Lager. Organisationen, die in der Katastrophenhilfe tätig sind, sollten unbedingt davon Gebrauch machen.
Aussage
eines für Arzneimittelbeschaffung zuständigen Regierungsvertreters in einem der ärmsten Länder Afrikas:
"Wir
bitten, von Sachspenden wie z.B.Arzneimitteln, abzusehen weil sie uns viele Probleme verursachen."
Die
Schlußfolgerung hieraus: Es ist besser, zweckgebunden finanzielle Unterstützung für den Kauf von Medikamenten zu leisten oder die lokale Industrie zu
unterstützen.
Abschließende Bemerkung
Das
Originaldokument "Guidelines for Drug Donations" wurde von der WHO, gemeinsam mit sieben humanitären Dachorganisationen, herausgegeben. Darin sind
einige über die hier vorgestellten Kernsätze hinausgehende Details enthalten, sowie für Einzelfälle geltende Ausnahmeregelungen.
Das
Originaldokument (in englischer Sprache) ist erhältlich bei der WHO oder der DIFÄM-Arzneimittelhilfe.
Die
inoffizielle deutsche Übersetzung des Dokuments ist erhältlich bei Misereor, Fachabteilung Gesundheitswesen, oder der DIFÄM-Arzneimittelhilfe.
Anhang 1: Erläuterungen der wichtigsten Grundbegriffe und Konzepte
- Unentbehrliche (essentielle) Arzneimittel
- Nationale Liste unentbehrlicher Arzneimittel
- Nationale Arzneimittelpolitik
- Arzneimittelversorgungssystem
- Generikum (generischer Name) - Markenpräparat (Handelsname)
- Monopräparat - Kombinationspräparat
- Therapierichtlinien
Das
deutsche Gesundheitswesen sowie der deutsche Arzneimittelmarkt sind anders aufgebaut als in den meisten Ländern, die für eine ausreichende Versorgung mit
Arzneimitteln Unterstützung von außen benötigen.
Deshalb
sollen hier einige Grundbegriffe näher erläutert werden, die in der Broschüre immer wieder auftauchen, die aber in Deutschland wenig geläufig sind. Ebenso wird
auf einige Besonderheiten des deutschen Arzneimittelmarktes eingegangen, die im Zusammenhang mit Spenden wichtig sind:
Unentbehrliche (essentielle) Arzneimittel
Knapp 300
Wirkstoffe in etwa 450 Darreichungsformen (Tabletten, Injektionen, Salben etc.) reichen aus, um etwa 90% aller Krankheiten und Symptome, die mit Arzneimitteln
beeinflußbar sind, zu behandeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Erstmals
1977 wurde daher eine entsprechende WHO-Modelliste unentbehrlicher (essentieller) Arzneimittel veröffentlicht, die seitdem in regelmäßigen Abständen
überarbeitet und dem neuesten Erkenntnisstand angepaßt wird. Diese Liste setzt sich aus bewährten Medikamenten zusammen, zu deren Wirkung und
Nebenwirkungsspektrum ausreichende Erfahrungen vorliegen.
Nationale Liste unentbehrlicher Arzneimittel
Angelehnt
an diese WHO-Modelliste werden von Gesundheits- fachleuten in vielen Ländern entsprechende nationale Arzneimittellisten erstellt. Diese sind auf die speziellen
Bedürfnisse des jeweiligen Landes abgestimmt. Das jeweils vorherrschende Krankheitsspektrum, Ausbildung und Erfahrung des Gesundheitspersonals, aber auch
finanzielle Überlegungen spielen bei der Auswahl der Arzneimittel eine Rolle. Inzwischen gibt es solche Listen in mehr als 100 Ländern.
In
Deutschland enthält das gängigste Arzneimittelverzeichnis (Rote Liste) etwa 3.000 Wirkstoffe, die in fast 11.000 Darreichungsformen auf dem Markt sind. Die
Gesamtzahl der verfügbaren Arzneimittel ist noch weit größer und wird mit 50.000 angegeben. Angesichts dieser Fülle von Präparaten wollte das
Gesundheitsministerium im Jahre 1995 eine sogenannte Positivliste für diejenigen Arzneimittel,
die von
den gesetzlichen Krankenkassen zu bezahlen sind, herausgeben. Obwohl diese sehr viel breiter angelegt war als die WHO-Modelliste, scheiterte das Vorhaben am
Widerstand verschiedener Interessengruppen.
Nationale Arzneimittelpolitik
Eine
solche nationale Arzneimittelliste ist nur ein Teil einer umfassenden nationalen Arzneimittelpolitik, bei der eine Reihe weiterer Aspekte der
Arzneimittelversorgung und Arzneimittelgesetzgebung eine Rolle spielen, wie z.B. Zulassung/Registrierung, Arzneimittelinformation, Qualitätskontrolle,
Richtlinien für Spenden, gesetzliche Regelung der Arzneimittelwerbung.
Arzneimittelversorgungssystem
In vielen
Ländern ist die Versorgung des öffentlichen Gesundheitssektors mit Arzneimitteln über den zentralen Einkauf organisiert. Es werden in der Regel Generika
entsprechend der nationalen Arzneimittelliste eingekauft. Durch öffentliche, internationale Ausschreibung können günstigere Preise erzielt werden, als wenn
jedes Krankenhaus, jede Gesundheitsstation einzeln einkauft. Auch die Qualität der einzelnen Präparate ist dadurch besser zu kontrollieren.
Erwähnt
werden soll in diesem Zusammenhang, daß besonders in vielen afrikanischen Ländern die Kirchen und andere Nichtregierungsorganisationen eine wichtige,
ergänzende Rolle im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Arzneimittelversorgung spielen. So werden z.B. in Kenia und Uganda Medikamente für die kirchlichen
Gesundheitseinrichtungen über Zentralapotheken eingekauft.
Generikum (generischer Name) - Markenpräparat (Handelsname)
Weitgehend
unbekannt ist immer noch, daß ein und derselbe Wirkstoff, nach Ablauf des Patentschutzes, häufig in einer Vielzahl von Präparaten auf den Markt kommt. Jedes
dieser vom Wirkstoff her identischen Mittel trägt einen anderen Handelsnamen. So ist z.B. der schmerzlindernde Wirkstoff Paracetamol allein in Deutschland
unter 18 verschiedenen Handelsnamen zu haben. In anderen Industrieländern verhält es sich ähnlich.
Im
Gegensatz zum Handelsnamen ist der nicht-kommerzielle, generische Name im internationalen Gebrauch verständlich, besonders wenn es sich dabei um international
bekannte und eingeführte Arzneistoffe handelt. Mit Hilfe von entsprechender Fachliteratur läßt sich hier ein Überblick behalten.
Bei
bestimmten "gängigen", viel verordneten Arzneimittel- gruppen, z.B. bei Mitteln gegen Rheuma oder bestimmten Arzneimitteln gegen hohen Blutdruck,
findet man allerdings eine Vielzahl von geringfügigen chemischen Abwandlungen eines Wirkstoffs.
Dies
führt zu einer Flut von Präparaten und Handelsnamen. Sogar für Leute vom Fach, mit entsprechenden Nachschlagewerken ausgestattet, ist es hier schwierig, noch
einen Überblick zu behalten.
Monopräparat - Kombinationspräparat
Ein
Monopräparat enthält nur einen Wirkstoff, in einem Kombinationspräparat sind mehrere Wirkstoffe enthalten. Die Verwendung solcher sog. "fixen
Kombinationen" ist in den meisten Fällen wissenschaftlich nicht mehr vertretbar. Diese Schlußfolgerung ergibt sich aus den ständig zunehmenden Kenntnissen
über Wirkungsweise, Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneistoffen, sowie über die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Stoffen, wenn sie in den
menschlichen Körper gelangt sind. Daher enthält die WHO-Modelliste auch fast ausschließlich Monopräparate.
Therapierichtlinien
In
Ländern, in denen aus Mangel an voll qualifizierten Ärzten unterschiedlich ausgebildetes Personal in die medizinische Behandlung der Patienten eingebunden ist,
haben sich standardisierte Therapierichtlinien bewährt. Aber auch in personalmäßig gut versorgten Ländern, wie z.B. Australien, arbeiten die Ärzte nach
solchen, am jeweiligen Stand der Wissenschaft orientierten Richtlinien.
Diese
Therapierichtlinien beinhalten auch Empfehlungen für den effektivsten Einsatz der entsprechenden Arzneimittel.
Anhang 2: Weiterführende Informationen
Prospekt "Arzneimittel spenden-aber wie?"
Damit eine Sachspende den
Wünschen des Empfängers entspricht, ist eine exakte Bedarfsliste nötig. Bitte lesen Sie weiter
Beispiele
von Niedrigpreisanbietern unentbehrlicher Arzneimittel in Deutschland
Beispiele
von Niedrigpreisanbietern unentbehrlicher Arzneimittel in anderen europäischen Ländern (*auch WHO Emergency Health Kit)
DIFÄM-Arzneimittelhilfe e.V.
Paul-Lechler-Str. 24 72076 Tübingen Tel: 07071/206 531 Fax: 07071/27 125
Angeboten
werden: Literaturlisten, Adressenlisten von Niedrigpreisanbietern, Vortragsveranstaltungen, Schautafeln zu Arzneimittelspenden.
Misereor
Fachabteilung Gesundheitswesen Mozartstraße 9 52064 Aachen Tel: 0241/442-0 Fax: 0241/44 21 88
Informationen
in englischer, französischer, spanischer und russischer Sprache von:
WHO
Drug Action Programme CH-1211 Genf 27 Auch: http://www.drugdonations.org
Beispiele
von Niedrigpreisanbietern unentbehrlicher Arzneimittel in Deutschland
Als NRO:
ACTION MEDEOR e.V.
St.Töniser Str. 21 47918 Tönisvorst Tel (02156) 9788-0 Fax (02156) 8 06 32
Als kommerzieller Anbieter:
SANAVITA G.m.b.H.
Am Bahnhof 1-3 59368 Werne Tel (02389) 7972-0 Fax (02389) 7972-59
Beispiele
von Niedrigpreisanbietern unentbehrlicher Arzneimittel in anderen europäischen Ländern (auch WHO Emergency Health Kit)
ECHO
Ullswater Crescent Coulsdon Surrey CR5 2HR Großbritannien Tel: +44 181 660 2220 Fax: +44 181 668 0751
IDA
P.O.Box 37098 1030 AB Amsterdam Niederlande Tel:+31 20 4033051 Fax:+31 20 4031854
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Bischöfliches Hilfswerk
Misereor e.V. Mozartstraße 9 52064 Aachen Tel: 0241/442-0 Fax: 0241/442 188
Deutsches Institut für
Ärztliche Mission e.V. (DIFÄM) Paul-Lechler-Str.24 72076 Tübingen Tel: 07071/206-0 Fax: 07071/27125
Texte und Redaktion Christel Albert, Köln, 1996
Aktionsvorschlag Albert Petersen, Tübingen
Mitarbeit Michael Kleine, Aachen Dr.Ute Küpper, Aachen Dr.Erwin Mock, Aachen Albert Petersen, Tübingen Jörg Schaaber, Bielefeld
Fotos
Christel Albert, Köln Beverley Snell, Melbourne
Graphische Gestaltung Anja Hammers, Aachen
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